Karate und Leichen

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    Am 19. Oktober 2018: Detektiv Conan Marathon mit NEUEN FOLGEN bei ProSieben Maxx!

    • Karate und Leichen

      Zusammenfassung: Manchmal, wenn Heiji am anderen Ende Japans in sein Handy lacht, schmerzt Shinichis Körper. Ran winkt ihm und er versucht, nicht an die Hitze in seinen Wangen und seinen Händen zu denken. | Shinichi ist geschrumpft und verliebt, Kogoro gibt das Rauchen auf. | Ran/Shinichi/Heiji und Erwähnungen von Ran/Kazuha

      Wortanzahl: 1083

      kleine Anmerkung: Ran und Kogoro wissen, wer Conan ist und Kogoro wird nicht ständig schlafen geschickt


      Manchmal, wenn Heiji am anderen Ende Japans in sein Handy lacht, schmerzt Shinichis Körper. (Nicht der Schmerz, den das Gift verursacht, streckend und zerbrechend und brennend, dieser Schmerz ist ein bisschen wie dunkle Haut und ein Verstand, den er so gut kennt wie seinen eigenen.) „Ich wird dich schon noch schlagen, du Stadtkind“, sagt Heiji, seine Stimme leise und tief, sie dringt unter Shinichis Haut wie Rans Lächeln und ihre Muskeln, die sich unter ihrer Schuluniform bewegen. „Die Umstände sind nicht fair.“

      Shinichi zuckt mit den Schultern und schließt die Schlafzimmertür hinter sich. „Ist es meine Schuld, dass die Kriminalitätsrate hier höher ist?“ Der Flur vor der Detektei ist dunkel und er tritt einen Kieselstein die Treppen hinunter. „Außerdem bin ich doch nicht in jeden Fall verwickelt.“

      Heiji lacht wieder, dunkel und leise. Er sitzt vermutlich auf den Stufen im Garten seiner Eltern, nicht mehr in seiner Uniform so spät nachts. „Ah ja, wie könnte ich nur vergessen, der berühmte Shinichi Kudo hilft doch nicht beim Einfangen von Dieben. Nur das Beste für den Retter der japanischen Polizei.“

      Shinichi schnaubt. „Das Beste? Was, Leiche à la carte?“

      Heiji kichert.

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      „Okay, du musst hier e ableiten, um -“

      „Warte, warum e? Wo kommt das auf einmal her?“ Ran runzelt die Stirn und Shinichi zeigt auf den Anfang ihrer Rechnung.

      „Da, siehst du? Da steht ein x im Exponenten, wir müssen die Ableitung von e verwenden. Außerdem ist das eine Multiplikation, also müssen wir -“

      „Die Formel verwenden, hab’s verstanden.“ Sie zieht den Zettel an sich und beginnt zu schreiben. Shinichi nimmt seine Brille ab. Sie ist dreckig und er legt sie auf den Tisch und stützt seinen Kopf auf seine Hände. Rans Haar fällt vor ihr Gesicht, als sie sich hinunterbeugt. (Guter Gott, sie ist hübsch hübsch hübsch, so hübsch)

      „Shinichi, Ran, habt ihr beiden meine E-Zigarette gesehen? Ich bin mir sicher, dass ich sie hier irgendwo hingelegt habe, aber ich kann sie nicht finden.“ Kogoro lässt sich auf den Stuhl neben Shinichi fallen und Ran zuckt mit den Schultern, ohne von ihrer Mathematikaufgabe aufzusehen.

      „Als ich sie das letzte Mal gesehen habe, hast du sie in die Schublade unter dem Fernseher gelegt.“ Sie fährt sich durch die Haare.

      “Nein. Nein, ich habe sie rausgenommen, ich habe sie doch vor einer halben Stunde erst verwendet.”

      „Hast du in deiner Anzugjacke nachgesehen?“ Shinichi stemmt seine Schultasche auf das Sofa und nimmt seine Hausaufgabe heraus (zwei Einmaleinstabellen, ein Mandala und ein Arbeitsblatt über die wichtigsten Städte Japans.) „Wir haben doch letzte Woche deine Geldbörse da drin gefunden, nachdem wir drei Stunden lang danach gesucht haben.“

      „Ah.“ Kogoro greift in seine Brusttasche. „Da ist sie ja.“

      Ran lacht, ihre Stimme sanft und tief.

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      „Oh, wen hast du uns denn heute mitgebracht, Ran?“ Rans Karatelehrerin legt den Kopf schief und Shinichi geht einen Schritt zurück.

      „Das ist Conan. Er wohnt bei uns und als ich ihm erzählt habe, dass ich Karate mache, wollte er unbedingt mitkommen und sich das Training ansehen. Er wird wieder nachhause gehen, wenn Sie nicht wollen, dass er hier bleibt, nicht wahr, Conan?“ Sie nimmt Shinichis Hand und er nickt. Seine Wangen sind heiß.

      “Natürlich darf er hier bleiben.” Die Lehrerin lächelt ihn an, so wie ihn viele Menschen jetzt anlächeln, als würden seine kleinen Knochen sie glücklich machen. „Warum setzt du dich nicht dort drüben hin?“ Sie zeigt zur Tür und Shinichi verbeugt sich und dankt ihr.

      Er hat Ran noch nie beim Training zugesehen, in dieser unbeschwerten Atmosphäre, umgeben von Freunden. Er hat nur die Wettbewerbe gesehen oder wie ihre Knie gegen den Schädel eines Verbrechers donnern, ihre Lippen zusammengepresst, ihr Gesicht hart. Das hier ist anders, es ist ihr Haar in einem Zopf und ein Lächeln auf ihren Lippen. Das hier ist freundlich.

      Sie ist umwerfend.

      Sie tragen nicht die traditionellen Uniformen, darum ist ihre Trainingskleidung rasch feucht von dem Schweiß und Rans T-Shirt klebt an ihrer Haut, ihre Muskeln klar sichtbar. Ihr Haar fällt immer wieder vor ihre Augen und sie steckt es mit einem irritierten Schnauben hinter ihre Ohren.

      Sie winkt ihm und Shinichi versucht, nicht an die Hitze in seinen Wangen und seinen Händen zu denken.

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      Der Fall auf Bikuni ist ein Disaster. Drei Frauen sind tot, Shinichis Augen sind schwer, seine Hände zittern und Heiji hängt an einer Klippe, seine Hand blutig und aufgestochen. Kogoro wirft ihm besorgte Blicke zu und Ran streicht ihm über die Haare.

      Sie lösen den Fall, gemeinsam, aber über Shinichis Haut laufen Schauer als Kogoro die Lösung der Polizei und den Inselbewohnern präsentiert. Heiji ist noch nicht zurück, schreit sein Kopf. Er wird sterben. Rans Hände auf seinem Kopf sind warm und weich und beruhigend und er starrt auf die Tür, bekommt kaum mit, wie Kimie ihr Kostüm ablegt.

      (Heiji kommt zurück, Blut tropft von seiner Hand und er trägt die erschöpfte Kazuha, sein Lächeln ist nicht so breit wie es sein sollte. Shinichi nimmt einen tiefen Atemzug. Heiji ist in Ordnung. Er lebt.

      Auf dem Boot, das sie zurückbringt, kümmert sich Ran um Kazuha, ihre Hände flüchtige Berührungen, ihre Wangen pink. Shinichi steht neben Heiji, seine Gliedmaßen bleischwer, und starrt auf den Verband an Heijis Hand.)

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      „Er ist total erschöpft, hm?“ Eine Hand fährt durch sein Haar und sein Kopfkissen bewegt sich unter ihm.

      „Er tut gerne so, als würde dieser Körper nicht viel Schlaf verlangen. Und dann schläft er einfach ein und fällt auf die nächstbeste waagrechte Oberfläche.“ Jemand nimmt seine Brille ab und er kuschelt sich in die dunkle Wärme neben sich.

      „Und das bist du?“

      „Sieht so aus.“ Ein Lachen, weiches Haar streift seine Wange. „Aber mir schläft der Arm ein und ich muss mal wohin. Kannst du ihn mir mal abnehmen?“

      „Sicher, gib her.“ Jemand hebt ihn hoch, Arme unter seinen Knien und seinen Schultern, doch sein Körper ist nur schwer mit Schlaf, also dreht er sich zu der weichen Wärme und rollt sich darauf ein, greift nach der Hand, die ihn hochgehoben hat.

      „Hi Kudo“, sagt jemand und Shinichis Körper schmerzt.
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    • Ich bin böser Kritiker, daher bitte nicht allzu negative auffassen:
      Die Idee der Story find ich sehr interessant, wenn z.B. Ran weiß wer Conan ist. Den Gedanken hatte ich heute morgen, ob Gosho Aoyama in Kapitel 1xxx vielleicht mal Ran mit einweiht und die beide noch eine Zeit lang zusammen nach einer Lösung suchen wie Conan wieder groß wird oder bla, bla. Inhaltstechnisch lässt sich mit dem Konstrukt allerhand an Content erschaffen.

      Womit ich beim lesen ein Problem hatte war zu erkennen (trotz Trennlinie) , dass es für sich um kleine Kurzgeschichten handelten. Was mir manchmal gefehlt hatte war ein wenig das "Drum Herum" der Scene. Wo sind Sie? Wie sieht das Haus aus? Ich nehme da einfach mal das Beispiel, dass Heiji an einer Klippe hängt: Im Wald? An einer Brandung zum Meer? Wie ist er dahin gekommen?
      Als Bild hatte ich direkt die Scene im Kopf in der Kazuha ihn dann auch noch mit dem Pfeil in die Hand piekst....
    • Ich habe Heiji, der an der Klippe hängt, nicht näher beschrieben, weil es sich hier um den Fall auf Bikuni dreht, was genau die Szene ist, die du im Kopf hattest, aber du hast Recht, ich hätte die Umgebung ein bisschen mehr beschreiben müssen :)

      Und kein Problem, ich bin selber nicht gerade ein netter Kritiker ^^
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